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Geschichte des Kaukasischen Schäferhundes – Teil 2: Der König, der in die Geschichte einging... und die Hunde, die in Legenden weiterlebten

23. Aug.
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 22. Sept.

Künstlerische Darstellung von König Tigranes II. mit zwei großen Schutzhunden im Armenischen Hochland.

Vor mehr als zweitausend Jahren...

Die ersten Sonnenstrahlen erhellten langsam die Gipfel des Armenischen Hochlands. Auf den alten Straßen zogen Karawanen mit Seide, Gewürzen und Gold. Soldaten bewachten die Gebirgspässe. Hoch in den Bergen führten Hirten ihre Herden zu den Weiden, während große Hunde ruhig an ihrer Seite gingen.

Niemand hätte sich vorstellen können, dass Menschen mehr als zweitausend Jahre später noch immer darüber diskutieren würden, wo die Geschichte des Kaukasischen Schäferhundes wirklich begann.

Damals wurde Armenien von einem jungen König regiert. Sein Name war Tigranes. Noch nannte ihn niemand den Großen. Er hatte einfach einen Traum: sein Volk zu vereinen, sein Reich stark zu machen und ein Vermächtnis zu hinterlassen, an das sich künftige Generationen erinnern würden.

Die Jahre vergingen. Neue Städte wurden gebaut. Festungen erhoben sich im Land. Händler reisten auf den alten Straßen aus allen Teilen der damals bekannten Welt. Und der Name Tigranes wurde allmählich weit über den Kaukasus hinaus bekannt.

Die Geschichte berichtet, dass Armenien während seiner Herrschaft den Höhepunkt seiner Macht erreichte. Seine Grenzen reichten vom Mittelmeer bis zum Kaspischen Meer. Damals begann man ihn zu nennen... Tigranes den Großen.

Doch wenn wir über so ferne Zeiten sprechen, geht die Geschichte niemals allein. Legenden gehen immer an ihrer Seite.

Während Tigranes sein Reich aufbaute, lebten an den Hängen des Armenischen Hochlands bereits bemerkenswerte Hunde. Heute kennen viele Menschen sie als Gampr. Das armenische Wort „Gampr“ (գամփռ) bedeutet „großes zotteliges Tier“. Andere nannten sie Wolfshunde — Hunde, die stark genug waren, Wölfen entgegenzutreten. Einige alte Quellen erwähnen auch den Namen Gelkhet, der ebenfalls mit diesen furchtlosen Wächtern verbunden wird.

Mehreren anthropologischen Studien zufolge leben diese Hunde seit über 3.000 Jahren im Armenischen Hochland. Die hohen Berge und die raue Umwelt trugen dazu bei, ihre besonderen Eigenschaften über Jahrhunderte zu bewahren.

Es waren große, kräftige und bemerkenswert selbstständige Hunde. Manche hatten langes Fell, andere kurzes. Es gab sie in Weiß, Grau, Rot, Gestromt und Schwarz. Doch damals wählte niemand einen Hund wegen seiner Farbe aus.

Was wirklich zählte, waren Mut. Intelligenz. Ruhe. Treue. Und die Fähigkeit, die richtige Entscheidung zu treffen, wenn kein Mensch in der Nähe war.

Diese Hunde schützten Herden vor Wölfen und Bären. Sie bewachten Häuser und Dörfer. Sie begleiteten Jäger. Und einigen historischen Quellen und alten Überlieferungen zufolge dienten sie auch an der Seite des armenischen Heeres.

Auch heute entdecken Archäologen weiterhin Überreste großer Hunde, die vor Jahrtausenden in diesen Gebieten lebten. Historiker untersuchen alte Chroniken. Legenden werden weiter von Generation zu Generation überliefert.

Gehörten diese Hunde zu den alten Vorfahren des heutigen Kaukasischen Schäferhundes? Die Geschichte hat uns noch keine endgültige Antwort gegeben. Aber gemeinsam werden wir weiter danach suchen.

Das Bild ist eine künstlerische Interpretation, die eigens für die Reihe „Die Geschichte des Kaukasischen Schäferhundes – Wahrheit, Geschichte und Mythen“ geschaffen wurde. Ein historisches Bild von König Tigranes II. zusammen mit großen Schutzhunden ist nicht erhalten geblieben. Die Illustration ist von historischen Aufzeichnungen, archäologischen Funden und alten Legenden über die kräftigen Schutzhunde inspiriert, die vor mehr als zweitausend Jahren im Kaukasus lebten.

📚 Quellen

• FCI-Standard Nr. 328 – Kaukasischer Schäferhund • Encyclopaedia Britannica – Tigranes II the Great • People of Armenia – Dogs in Ancient Armenia • Absolute Armenia – Armenian Gampr • Historische Veröffentlichungen über das antike Armenien und den Kaukasus. • Beratung und redaktionelle Prüfung – Tatyana Polozhentseva.

Für alle, die einfach nicht warten können...

Das nächste Kapitel erscheint zuerst am Samstag auf www.seveguard.com. Jeden Sonntag geht die Geschichte auf unseren Social-Media-Seiten weiter. 🐺📖

 
 
 

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