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Rassegeschichte

Die Ursprünge des Kaukasischen Schäferhundes

Kapitel 1

Die ersten Wächter

                       

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         Die Geschichte des Kaukasischen Schäferhundes

Wahrheit, Geschichte und Mythen

In den vergangenen Monaten habe ich viele Fragen über den Kaukasischen Schäferhund erhalten.

• Stimmt es, dass der Weiße Kaukasische Schäferhund äußerst selten ist? • Wo hat diese bemerkenswerte Rasse ihren Ursprung? • Warum sehen Kaukasische Schäferhunde aus verschiedenen Regionen des Kaukasus so unterschiedlich aus? • Wo endet die Geschichte und wo beginnt die Legende?

Deshalb habe ich beschlossen, eine neue Artikelserie zu beginnen.

Jeden Sonntag werden wir gemeinsam eine neue Seite in der Geschichte dieser außergewöhnlichen Rasse aufschlagen.

Es werden keine trockenen Artikel sein, die aus dem Internet kopiert wurden.

Stattdessen verbinden wir drei Welten.

 Historische Fakten, gestützt auf verlässliche Quellen.

 Legenden und Geschichten, die seit Generationen in den Bergen des Kaukasus weitergegeben werden.

 Und vor allem das Wissen von Menschen, die ihr Leben dieser Rasse gewidmet haben.

Mein herzlicher Dank gilt Tatiana Polozhentseva, die sich seit mehr als 35 Jahren den Weißen Kaukasischen Schäferhunden widmet und freundlicherweise jedes Kapitel überprüft, mit historischen Details ergänzt und ihre unschätzbare Erfahrung mit uns teilt.

Ich hoffe von Herzen, dass Sie am Ende dieser Serie nicht nur die Geschichte des Kaukasischen Schäferhundes kennen werden.

Ich hoffe, dass Sie sie verstehen werden.

Kapitel 1

Wo alles begann...

Was wäre, wenn ich Ihnen sagen würde, dass die Geschichte des Kaukasischen Schäferhundes nicht in einer Zuchtstätte begann?

Nicht auf einem Ausstellungsgelände.

Nicht mit dem ersten Rassestandard.

Sie begann hoch oben in den Bergen des Kaukasus.

Dort, wo über Jahrhunderte hinweg Natur und Mensch gemeinsam entschieden, welcher Hund würdig war, seine Blutlinie weiterzugeben.

An der Seite jedes Hirten lief ein großer Schutzhund.

Niemand nannte ihn einen Champion.

Niemand maß die Größe seines Kopfes.

Niemand zählte seine Zähne.

Jeden Abend gab es nur eine einzige Frage:

Kann dieser Hund die Herde beschützen?

Wenn die Antwort Ja lautete, durfte dieser Hund Nachkommen haben.

Manchmal war er dunkel.

Manchmal gefleckt.

Manchmal grau.

Und manchmal wurde ein weißer Welpe geboren.

Damals spielte die Fellfarbe niemals die wichtigste Rolle.

Wirklich entscheidend waren:

Intelligenz.

Mut.

Unabhängigkeit.

Treue.

Und die Fähigkeit, die richtige Entscheidung zu treffen, ohne auf den Befehl eines Menschen zu warten.

An dieser Stelle möchte ich einen Gedanken teilen, den Tatiana Polozhentseva einmal mit mir geteilt hat.

Der Kaukasische Schäferhund war nie ein Champion auf Hundeausstellungen.

Er war ein Champion des Lebens.

Er hatte keine Medaillen.

Keine Titel.

Keine schönen Beschreibungen in Ausstellungskatalogen.

Doch für seinen Hirten war er der treueste Beschützer, der stärkste Gefährte und der beste Hund der Welt.

In den Bergen gab es keine Trophäen.

Die größte Belohnung war weder ein Pokal noch ein Band.

Die größte Belohnung bestand darin, das Vertrauen des Hirten zu gewinnen, ihm durch jeden Sturm treu zur Seite zu stehen und sein ganzes Leben lang ihn und seine Herde zu beschützen.

Das war die höchste Ehre, die ein Kaukasischer Schäferhund jemals erhalten konnte.

Dies ist erst der Anfang unserer Geschichte...

Fortsetzung folgt am nächsten Sonntag.

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